Ein Praxistipp von Verbandslehrwart Werner Gessner

Frage: "Ich bowle hauptsächlich in unteren Ligen und möchte künftig an mehr Turnieren teilnehmen. Ich kann mir nicht zu viele Bälle leisten, möchte daher auch nicht zu viel investieren. Wenn ich dann unterwegs bin, will ich auch nicht unnötige Bälle mitschleppen. Wie kann ich entscheiden, welche Bälle für mich am besten geeignet sind?"

Wenn man kein großes Budget für ein entsprechendes Arsenal hat, sollte man genau überlegen, was wichtig ist. Der erste Ball, den man immer benötigt, ist ein sogenannter "Spare Ball". Wenn man dann weitere Bälle in sein Arsenal aufnimmt, sollte man auf das unterschiedliche Flarepotential achten.  Länge und Art der Ölmuster beeinflussen - je nach Abgabenstärke - nicht nur Linienwahl (Winkel) sondern auch die Art der Hookbewegung.

Meiner Meinung nach müssten für den Turnieranfang drei Bälle plus Spare-Ball reichen:

1) Einen Ball sollte man als sogenannten Benchmark Ball mit mittlerer Stärke für medium Konditionen immer parat haben, den braucht man zum Bahnenlesen. Darum herum könnte sich je ein Ball für medium-heavy und ein Ball für medium-dry befinden.

praxistipp2021 01 02 bild12) Für viel Öl wäre eine Mattierung des medium-heavy Balls auf 500 - 1000 Grit von großem Vorteil. Der mattierte Ball greift früher und erreicht einen gut berechenbaren Bogen. Eventuell nimmt man weniger Balltempo und spielt ganz leichtes Side roll. Je nach Umdrehungsrate mehr eine Insidelinie suchen (Bild 1).


praxistipp2021 01 02 bild23) Auch bei kurzen und/oder abgetrockneten Mustern sollte man den schwächeren Ball für medium-dry nehmen und diesen Ball auf 3000 Grit mattieren sowie jetzt mit Vorwärts Roll spielen. So verhindert man, dass der Ball unkontrolliert reagiert. Das Balltempo ist je nach Erfordernis zu erhöhen. Je nach Umdrehungsrate sollten Sie eher eine Outside-Linie suchen (Bild 2).


Um sich den Einstieg zu erleichtern, sucht man sich einen kompetenten Trainer, der Erfahrung mit dem Aufbau eines Arsenals hat, oder man kontaktiert einen ProShop-Mann vor Ort, der nicht nur verkaufen, sondern auch wirklich beraten will. Auch er kann einem beim Aufbau eines passenden Arsenals helfen.

Aber Achtung! Kompetent ist meiner Meinung nach nur, wer sich erst einmal ansieht, wie ein Spieler die Bälle wirft und welche Bälle er eventuell bereits hat. Zudem sollte man die gewünschten Turniere eingehend besprechen, um auch die Bedingungen, die man dort eventuell antreffen werden, einzubeziehen.

 

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